Angstfrei zum Grundeinkommen

Die Rückbesinnung auf das Normale

40 Warum soll mein hart erarbeitetes Geld an andere verteilt werden?

Warum soll mein hart erarbeitetes Geld an andere verteilt werden?

Was an diesem Gege­nar­gu­ment prob­lema­tisch ist:

Dieses Argu­ment geht davon aus, dass Einkom­men auss­chließlich das Ergeb­nis indi­vidu­eller Leis­tung ist – und daher auch auss­chließlich dem Einzel­nen zuste­ht. Es blendet jedoch aus, dass wirtschaftlich­er Erfolg immer auch auf gesellschaftlichen Voraus­set­zun­gen beruht:

  • Infra­struk­tur
  • Bil­dungssys­tem
  • rechtliche Rah­menbe­din­gun­gen
  • Sta­bil­ität und Sicher­heit

Zudem wird unter­stellt, dass Unter­stützung für andere grund­sät­zlich eine „Weg­nahme“ darstellt – und nicht Teil eines gemein­samen Sys­tems ist, von dem alle prof­i­tieren.

Was gegen dieses Gege­nar­gu­ment spricht:

Schon heute basiert unser Zusam­men­leben darauf, dass Ressourcen gemein­sam getra­gen und verteilt wer­den:

  • durch Steuern
  • durch soziale Sicherungssys­teme
  • durch öffentliche Leis­tun­gen

Nie­mand erwirtschaftet Einkom­men voll­ständig unab­hängig von der Gesellschaft.

Ein Grun­deinkom­men würde diesen beste­hen­den Mech­a­nis­mus nicht neu erfind­en – son­dern trans­par­enter und gle­ich­mäßiger gestal­ten.

Zudem stellt sich die Frage, ob ein Teil des eige­nen Einkom­mens wirk­lich „ver­loren“ ist –
oder ob er dazu beiträgt, dass das Sys­tem ins­ge­samt sta­bil bleibt, von dem man selb­st eben­falls prof­i­tiert.

Hier­aus ergibt sich eine entschei­dende Frage:

Ist Einkom­men wirk­lich auss­chließlich das Ergeb­nis indi­vidu­eller Leis­tung – oder immer auch das Ergeb­nis ein­er funk­tion­ieren­den Gesellschaft?

Übri­gens – schon gewusst?:

Viele For­men von Einkom­men entste­hen bere­its heute ohne direk­te eigene Leis­tung:

  • durch Erb­schaften
  • durch Kap­i­talerträge
  • durch beste­hende Ver­mö­genswerte

Gle­ichzeit­ig prof­i­tieren auch gut ver­di­enende Men­schen täglich von Leis­tun­gen, die gemein­schaftlich finanziert wer­den.

Oder anders gesagt:

Ein Teil des eige­nen Erfol­gs ist oft weniger indi­vidu­ell, als er sich anfühlt.