Angstfrei zum Grundeinkommen

Die Rückbesinnung auf das Normale

13 Das wird doch sofort missbraucht!

Das wird doch sofort missbraucht!

Was an diesem Gege­nar­gu­ment prob­lema­tisch ist:

Dieses Argu­ment geht davon aus, dass Men­schen neue Möglichkeit­en vor allem miss­brauchen wür­den. Es beruht damit auf einem Men­schen­bild, in dem Mis­strauen die Grund­lage ist – und nicht Ver­trauen.

Dabei stellt sich auch die Frage, inwiefern ein solch­es Denken mit dem Urver­trauen vere­in­bar ist, das für funk­tion­ierende Gemein­schaften eigentlich notwendig wäre.

Was gegen dieses Gege­nar­gu­ment spricht:

Bere­its heute existieren zahlre­iche Sys­teme, die auf Ver­trauen basieren:

  • das Ehre­namt
  • famil­iäre Unter­stützung
  • nach­barschaftliche Hil­fe
  • frei­williges Engage­ment

Diese funk­tion­ieren über­wiegend zuver­läs­sig – obwohl sie kaum kon­trol­liert wer­den.

Zudem zeigt die Prax­is, dass aufwendi­ge Kon­troll­sys­teme oft selb­st hohe Kosten verur­sachen – ohne Miss­brauch voll­ständig ver­hin­dern zu kön­nen.

Ein Grun­deinkom­men würde viele dieser Kon­trollen sog­ar über­flüs­sig machen.

Hier­aus ergibt sich eine entschei­dende Frage:

Wenn ein Sys­tem nur dann funk­tion­iert, wenn man den Men­schen grund­sät­zlich mis­straut – was sagt das eigentlich über das Sys­tem aus?

Übri­gens – schon gewusst?

Ein erhe­blich­er Teil der Bürokratie im heuti­gen Sozial­staat dient der Kon­trolle und Miss­brauchsver­mei­dung.

Diese Kon­trollen sind oft:

  • teuer
  • kom­plex
  • fehler­an­fäl­lig

Ein ein­fach­es, uni­verselles Sys­tem kann Miss­brauch nicht voll­ständig ver­hin­dern – aber es kann ihn deut­lich unat­trak­tiv­er und weniger rel­e­vant machen.